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Interim Management 2026: Drei Trends in der Kommunikationsbranche
Veröffentlicht am 03.02.26
Große geopolitische Unsicherheiten prägen die Wirtschaft. Unternehmen reagieren zurückhaltend. Gleichzeitig besteht ein hoher Transformationsdruck – kurz: die wirtschaftliche Gesamtsituation bringt die herkömmlichen Strukturen an ihre Grenzen. All das ist eine Chance für Interim ManagerInnen, die unkompliziert, flexibel und zielgerichtet an genau den Stellen aushelfen können, an denen Unternehmen Unterstützung benötigen. Dabei zeichnen sich für den Kommunikationsmarkt drei Trends ab:
- Change und Restrukturierung als Kernaufgaben
Unter den wichtigsten Themenfeldern, in denen Interim ManagerInnen eingesetzt werden, sind seit Jahren Changemanagement, Restrukturierungsprozesse und tiefgreifende Transformationen. Entsprechend qualifizierte Kommunikatoren sind eine echte Chance für Unternehmen in Ausnahmesituationen. Eine durchdacht gesteuerte Stakeholder-Einbindung durch zielgerichtete Ansprache kann einen elementaren Beitrag zum Erfolg der Gesamtstrategie leisten. Dabei sind Interim ManagerInnen meist ebenso operativ stark wie strategisch erfahren: eine schlagkräftige Kombination gerade in herausfordernden Zeiten. Dabei nimmt das Thema Externe Kommunikation/Media Relations aktuell an Fahrt auf, während in den vergangenen Jahren der Fokus deutlich auf der Internen Kommunikation lag.
- Hohe Spezialisierung für einen effizienten Einsatz
Vakanzüberbrückungen auf der obersten Ebene, also die klassischen Generalistenmandate, wird es immer geben, aber sie sind in ihrer Zahl begrenzt. Stattdessen engagieren Unternehmen zunehmend Interim ManagerInnen für Themen, die eine hohe Spezialisierung erfordern – wie beispielsweise die eingangs genannten Restrukturierungen, aber auch ESG und regulatorische Themen sowie natürlich die allgegenwärtige digitale Transformation und KI. Interim ManagerInnen ergänzen bestehendes Know-how im Unternehmen um das strategisch wichtige Spezialwissen, das sie in zahlreichen herausfordernden Situationen erworben haben. Grundsätzlich gilt: Je komplexer die Aufgabe, desto wichtiger ist es, genau die richtige Person zu finden. Spezialisierte Vermittler können hier im Zweifelsfall helfen.
- Strategische GestalterInnen statt Feuerwehreinsatz
Wurden Interim ManagerInnen früher primär als Feuerwehr gerufen, wenn bereits alles lichterloh brannte, geht der Trend klar in die entgegengesetzte Richtung. Der Einsatz von Interim ManagerInnen ist längst nicht mehr (nur) die schnelle Lösung bei einem akuten Problem, sondern wird zunehmend als hochstrategische Ressource für unternehmenskritische Situationen eingesetzt. Interim ManagerInnen werden gezielt und geplant hinzugezogen: Sie verschaffen sich schnell einen Überblick über den Status Quo, identifizieren Potenziale, tragen Verantwortung und lassen sich direkt an den Ergebnissen messen.
Fazit: Gerade unter hohem Transformationsdruck profitieren Unternehmen von erfahrenen Interim ManagerInnen: Weil sie das bestehende Team zielgerichtet entlasten, weil sie strategische Aufgaben abseits des Tagesgeschäfts fokussiert angehen und weil sie selbst bei einem Einstellungsstopp eine kurzfristige und temporäre Lösung für Engpässe sein können. Denn gerade bei geschäftskritischen Themen sollte – auch nicht kurzzeitig – auf Sicht geflogen werden.
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