Mediatreff NRW: „Spannender als jeder Crime-Podcast“

Wenn ein Print-Journalist Montagabends einen Vortrag hält, und rund 60 Kommunikator:innen trotz hochsommerlicher Hitze gebannt an seinen Lippen hängen – dann scheint der Redner unterhaltsam und Thema relevant zu sein.

Beim Mediatreff NRW am vergangenen Montag war dies definitiv gegeben. Soenke Iwersen, mehrfach ausgezeichneter Investigativ-Journalist beim Handelsblatt, zog mit seinem sehr persönlichen Vortrag über die Cum-Ex-Affäre die Zuhörer:innen in seinen Bann.

Mit hanseatischem Humor und echtem Insider-Wissen gab er auf der Dachterrasse des Handelsblatt-Gebäudes in Düsseldorf anschauliche Einblicke in das komplexe Thema, die „spannender waren als jeder Crime-Podcast“, wie ein Teilnehmer (Thomas Kötter, von dem auch das Foto stammt) im Nachgang auf Social Media schrieb. Geliefert wurde auch die wohl kompakteste Erklärung, wie Cum-Ex eigentlich funktioniert und warum der Staat das nicht gut finden kann: „Sie zahlen einmal Steuern – und bekommen sie zweimal zurück.“, so Iwersen.

Beim anschließenden Netzwerken war den Teilnehmern des Mediatreffs zweierlei anzumerken: Großer Respekt angesichts der Leistungen des Handelsblatt-Investigativteams. Und nicht zuletzt eine gewisse Fassungslosigkeit – über die Ruchlosigkeit der Täter, die Gedächtnislücken politischer Entscheider und darüber, wer bei den illegalen Geschäften alles mitgemacht und weggesehen hat.

Über den Mediatreff NRW

Der Mediatreff NRW ist ein informelles Netzwerktreffen für Kommunikator:innen und Journalist:innen in Nordrhein-Westfalen und wird von Jessica Schwarzer, Ulrike Germann, Thomas Lüdeke und Marco Cabras organisiert. PRCC ist Mitinitiator des Netzwerks. Wer eingeladen werden möchte oder möchte, dass jemand in den Einladungskreis aufgenommen wird, kann sich unter www.mediatreff-nrw.de registrieren oder direkt an die Organisator:innen wenden.

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